Daniel Casares – Eine Reise durch die Seele der spanischen Gitarre
Der aus Málaga stammende Gitarrist Daniel Casares gilt heute als einer der bedeutendsten Virtuosen der spanischen Gitarre. Seine Karriere begann mit zarten Gitarrensoli als Zehnjähriger und kulminierte später in Kooperationen mit Stars wie Cecilia Bartoli, Loreena McKennitt und Alejandro Sanz. Mit der portugiesischen Fadosängerin Cuca Roseta wurden Flamenco und Fado “vermählt” und in ausverkäuften Sälen präsentiert (ihre CD Rayana online) .

Frühes Debüt
Bereits 1990 wurde die internationale Fachwelt auf den jungen Casares aufmerksam, als er beim Festival „L’Agora“ in Paris auf der Bühne stand – an der Seite von Legenden wie Enrique Morente und Gitarren-Großmeister Manolo Sanlúcar. Dieser frühe Ritterschlag markierte den Beginn einer Ausnahmekarriere, die ihn schnell über die Grenzen seiner Heimat hinaus bekannt machte. Ein prägender Moment war sein Auftritt im andalusischen Pavillon während der Weltausstellung Expo ’92 in Sevilla. Der Zwölfjährige beeindruckte das Publikum in der Flamencohauptstadt mit einer musikalischen Reife, die weit über sein Alter hinausging. 1997, mit nur 16 Jahren gewann er den begehrten „Bordón Minero“ und wurde so der jüngste Preisträger bis heute.
Brückenschlag zwischen Tradition, Moderne und Fusión
Daniel Casares’ Spiel (Video) zeichnet sich durch eine seltene Symbiose aus: die Achtung vor den Wurzeln des Flamenco und eine unvoreingenommene Neugier auf genreübergreifende Einflüsse. Ein besonderer Höhepunkt seiner internationalen Laufbahn war die Zusammenarbeit mit der Mezzosopranistin Cecilia Bartoli. Casares begleitete die flamencobegeisterte Diva auf ihren Tourneen und schuf dabei eine faszinierende Verbindung zwischen Flamenco und der klassischen Oper. Diese Vielseitigkeit zeichnet Casares bis heute aus – ob an der Seite von Sängerinnen wie Carmen Linares, der Tänzerin Eva Yerbabuena oder mit dem Flamenco-Fado-Projekt Rayana mit der portugiesischen Sängerin Cuca Roseta. Musikmagazine wählten ihre CD zu den Top-Alben des Jahres in der Sparte “Roots/World Music”. Im Quartett mit Julián Bedmar (2ª guitarra), Manuel Peralta (Gesang), Manuel Montes (Tanz) zeigt Casares die ganze Bandbreite des Flamenco, von intimen Soli bis zum ausgelassenen Trommelfeuer der Füsse und Palmas (rhythmisches Klatschen).